Stephen Wiltshire

Stephen Wiltshire (geb. am 24. April 1974 in London) ist ein autistischer Künstler mit einer Inselbegabung. Er interessiert sich für Erdbeben, Automobile und Architektur.

Der Künstler

Bei Stephen Wiltshire, auch genannt „die lebende Kamera“, wurde im Alter von drei Jahren Autismus diagnostiziert. Im selben Jahr starb sein Vater bei einem Motorradunfall. Im Alter von vier Jahren wurde Stephen an die Queensmill School in London verwiesen, wo sein Interesse für das Zeichnen geweckt wurde. Seine Stephen WiltshireZeichnungen dienten ihm zur Kommunikation. Im Alter von acht Jahren begann er mit der Zeichnung von Autos und Städten nach Erdbeben.

Sein Lehrer Chris Marris förderte seine Begabung; mit dessen Hilfe lernte Wiltshire im Alter von neun Jahren auch das Sprechen. Im Alter von zehn Jahren zeichnete Wiltshire eine Serie von Bildern, genannt London Alphabet, eine Reihe von Londoner Sehenswürdigkeiten, jeweils eine Zeichnung pro Buchstabe.

Inzwischen ist Wiltshire ein berühmter Künstler. Seine Inselbegabung ermöglicht es ihm, ein Objekt zu betrachten und danach ein sehr genaues und detailreiches Bild zu zeichnen. Auf diese Weise zeichnete er komplette Stadtbilder von London, Rom, Hongkong oder Frankfurt am Main nach nur einem Hubschrauber-Rundflug. Er ist ebenso in der Lage, imaginäre Bilder wie Saint Paul's Cathedral, eingeschlossen von Flammen, zu malen.

Im Jahr 2007 wurde Stephen Wiltshire in Anerkennung seiner Leistungen durch Königin Elisabeth II. zum Member of the Order of the British Empire (MBE) ernannt.

Werke

Links